Leidenschaft für Theologie und Gottesdienste
Juliane Diel
02.04.2025
jdiel
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In Worms geboren und in Gundersheim im südlichen Rheinhessen aufgewachsen, bringt Corell einen reichen Erfahrungsschatz mit. Zehn Jahre unterrichtete sie Mathematik und Religion, bevor sie sich entschied, sich intensiver der Theologie zu widmen. Schon während ihres Lehramtsstudiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für Bibelkunde und theologische Fragestellungen. „Ich wollte tiefer in die Theologie eintauchen“, sagt sie. Deshalb begann sie berufsbegleitend ein Masterstudium in Marburg.
Nach ihrem Vikariat in der Evangelischen Kirchengemeinde Gensingen-Grolsheim und ihren ersten Pfarrstellen im Dekanat Ingelheim-Oppenheim wechselt Corell nun nach Mainz-Hechtsheim. Seelsorge und die Arbeit mit Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen sind für sie zentrale Aufgaben ihres Berufs. „Es ist mir ein Herzensanliegen, Menschen in Freud und Leid zu begleiten“, betont sie. Besonders schätzt sie auch die Möglichkeit, mit einem Team zu gestalten – so freut sie sich auf die Zusammenarbeit mit Pfarrerin Sabine Feucht-Münch, die den Gemeindebezirk Ost betreut.
In der neuen Gemeinde möchte Corell nicht nur klassische Gottesdienste gestalten, sondern auch neue, kreative Formate ausprobieren - beispielweise Gottesdienste zu Themen wie „Einsamkeit“, „Bibel und Wein“, einem Mathematik-Gottesdienst oder ein besonderer Valentinstags-Gottesdienst für Alleinstehende. „Ich würde mich freuen, wenn Menschen aus der Gemeinde Lust haben, das mit mir zu entwickeln“, erklärt sie.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit wird die enge Kooperation mit der Kita der Kirchengemeinde sein. „Es wird spannend, gemeinsam mit dem Team das religionspädagogische Konzept weiter zu entwickeln und zu überlegen, was es bedeutet, Kita in einer Kirchengemeinde zu sein“, beschreibt sie. Corell sieht in den aktuellen Veränderungsprozessen der evangelischen Kirche viele Chancen. Sie möchte die Zukunft gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern gestalten. „Neben all den Strukturfragen haben wir die Möglichkeit, neue Wege zu gehen und uns als Kirche neu zu entdecken“, so die Theologin.
Der ländliche Charakter von Hechtsheim begeistert die gebürtige Rheinhessin. „Mainz-Hechtsheim ist für mich ein großartiger Ort. Als rheinhessisches Mädchen gefällt mir besonders, dass die Gemeinde ländliche Aspekte mit der Nähe zur Stadt verbindet“, erklärt sie. Die enge Verbindung der Kirchengemeinde mit dem Stadtteil Hechtsheim liegt ihr besonders am Herzen. Bei der Eröffnung der Weinprobiertage lernte sie den Stadtteil bereits kennen und erlebte die lebendige Beziehung zwischen Gemeinde und Ort. „Die Kirchengemeinde ist fest in Hechtsheim verwurzelt. Ich freue mich darauf, hier mitzuwirken und gemeinsam mit der Gemeinde herauszufinden, was die Menschen von uns als Kirche brauchen“, sagt sie.
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