"Ich komme aus der Jugendarbeit“, erzählt Körver. „Ich wurde über christliche Jugendgruppen kirchlich sozialisiert und habe schon früh bei Konfi-Touren und Freizeiten als Teamer geholfen, Workshops organisiert und Andachten gestaltet. Diese Erfahrungen haben mich auch dazu bewogen Theologie zu studieren.“
Die Verbindung von Glauben, Bildung und politischem Engagement ist für ihn ein Markenzeichen evangelischer Jugendarbeit: „Schon in der Geschichte der evangelischen Jugend hat sich gezeigt, dass junge Menschen aktiv Verantwortung übernehmen – gerade auch in kritischen gesellschaftlichen Zeiten.“
Dabei sieht er die Evangelische Jugend und auch das Stadtjugendpfarramt als einen „dritten Ort“ neben Schule, Ausbildung, Beruf, Uni und Familie: einen Raum, in dem Jugendliche sich ausprobieren, Erfahrungen sammeln und ihre Persönlichkeit entwickeln können. „Es geht mir darum, dass Jugendlichen Verantwortung übernehmen; sie ihren Glauben und ihre Meinung vertreten und sprachfähig darüber sind“, so Körver.
Besonders wichtig ist ihm der direkte Kontakt mit und zwischen den jungen Menschen: „Digitale Angebote sind zwar nützlich, aber echte Begegnungen sind unersetzlich. Ob gemeinsame Touren, künstlerische Projekte oder handwerkliche Aktionen – solche Erlebnisse fördern Eigenverantwortung und lassen spürbar werden, wie Gemeinschaft funktioniert.“
Körver legt Wert auf ein kollegiales und agiles Team: „Die evangelische Jugendarbeit in Mainz lebt von engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen. Ich habe hier ein tolles Team und die Evangelische Jugend ist bestens aufgestellt. Meine Aufgabe ist es, sie zu begleiten, zu unterstützen und gemeinsam neue Ideen umzusetzen.“ In der Zusammenarbeit mit Gremien und Verbänden sieht er zudem die Chance, die Interessen von Jugendlichen in die Stadtpolitik und die gesellschaftliche Diskussion einzubringen.